Pfarrer Hartmut Burg

 

 

Pfarrer Ulrich Klein

 

„Eigentum verpflichtet“ – heißt es schon im Grundgesetz.

Und dieser Satz gilt auch für jeden Haus- oder Wohnungsbesitzer. Wer eine Immobilie hat, der weiß: Wenn ich aufhöre kleine Defekte zu reparieren, werden sie schnell zu großen Problemen. Und wenn ich aufhöre ständig zu renovieren, dann verliert die Immobilie schnell an Wert und an Wohnqualität. Wenn man seine Pflichten als Eigentümer schleifen lässt, bleibt am Ende nur der Abriss.

„Eigentum verpflichtet“ – auch uns als Kirchengemeinde. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unsere Gebäude gepflegt und funktionsfähig bleiben, damit wir alle gerne zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten kommen.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Kirche im Sommer von außen frisch gestrichen. Nach über 20 Jahren war es mal wieder Zeit dazu.

Und es hat sich auf unserem Gelände noch mehr getan. Unser Kindergarten ist erweitert worden, so dass die 70 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren nun endlich den Platz bekommen, den sie brauchen. Das alte Raumprogramm in der gut 45 Jahre alten Einrichtung reichte schon lange nicht mehr für die pädagogische Arbeit aus, die heute gefordert ist. Außerdem brauchten wir mehr Platz und Räume für die Arbeit mit den unter dreijährigen Kindern. Geplant war ein Ausbau schon seit weit über 20 Jahren. Jetzt endlich hat es geklappt. Am 11. Oktober werden wir im Rahmen des Montagabend-für-alle über die heutige Arbeit in einer Tageseinrichtung für Kinder informiert. Dieser Abend wird mit einer Begehung der neu geschaffenen Räume enden.

Und noch etwas hat sich bei uns getan. Auf dem Gelände des Kindergartens ist mit ganz viel Elternarbeit das im letzten Winter umgesetzte Spielhaus fertig geworden. Jetzt ist es eine Werkstatt für Kinder. In diesem Gemeindebrief können Sie mehr darüber lesen.

„Eigentum verpflichtet“ – aber es darf kein Selbstzweck sein.  So haben wir als Gemeinde unsere Gebäude und Räume für uns alle. Sie sollen Treff- und Begegnungsorte sein. Wir wollen in ihnen Gottesdienste feiern, taufen, konfirmieren und trauen. Wir wollen in den Gruppen aktuelle Themen aufgreifen und Menschen Orientierung geben. Kinder und Jugendliche sollen an die Gemeinde und den christlichen Glauben herangeführt werden. Unser Chor übt und singt zum Lob Gottes und zu unserer Freude in ihnen – genauso der Flötenkreis und die Jungbläser. Die Tafel betreibt eine Verteilstelle in unserer Kirche und Selbsthilfegruppen treffen sich.

Unsere Gebäude und Räume sollen offene Räume für die Menschen sein, die hier im Westen der Stadt wohnen – ein Ort des gelebten Glaubens und ein Ort der Begegnung.

Helfen Sie alle als Gemeindeglieder mit, dass wir auch in Zukunft unsere Räume attraktiv halten können. Vor allen Dingen: Kommen Sie zu unseren Veranstaltungen. Und wenn Ihnen ein Angebot fehlt, dann sprechen Sie die Pastoren oder Presbyter/innen an. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen in den Räumen, die ja Ihre Räume sind.

Nehmen wir unsere Verpflichtung für sie gemeinsam wahr.

Es grüßen Sie herzlich Ihre Pfarrer

Hartmut Burg und Ulrich Klein